FreewarWiki:Strichlisten

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Begriffsklärung & Sinnerläuterung[Bearbeiten]

Als Strichliste bezeichnet man im FreewarWiki die Untersuchung von Ereigniswahrscheinlichkeiten, i.d.R. Dropverhältnisse bestimmter Items an bestimmten NPCs. Damit eine Strichliste aussagekräftig ist, muss

a) sie groß sein. Desto geringer die zu untersuchende Wahrscheinlichkeit, desto höher sollte die Stichprobe (z.B. Anzahl NPC-Kills) sein.

b) der stochastische Test regelkonform sein, s.u.

Untersucht man z.B. mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Staubgeist das Item düsterer Staub fallen lässt, so würde eine Droprate von 291 bei 10.000 Staubgeistern vermuten lassen, dass die tatsächliche Droprate nahe bei 291/10.000 = 2,91 % liegt. Unter der Annahme, dass die Droprate im Code eine Konstante ist, kann man damit vermuten, dass die tatsächliche Rate 3% beträgt.

Strichlisten haben jedoch einen großen Nachteil: Da sich nicht alle an der Registrierung beteiligen und sich nur wenige an unten gelistete Regeln der Statistik halten, sind die Ergebnisse ungenau und verfälscht.

Regeln[Bearbeiten]

Um eine Strichliste korrekt zu führen, sollten folgende simple Regeln beachtet werden:


a) man darf niemals vergangene Ereignisse in den Test aufnehmen. Gewertet werden dürfen nur Ergebnisse ab dem Zeitpunkt, wo man beschließt, sich an der Strichliste zu beteiligen.

b) hat man eine Testreihe begonnen, so muss auch klar entschieden werden, wann man sie beendet.

c) das Ergebnis muss in jedem Fall eingetragen werden.


Erläuterungen zu obigen Regeln anhand von Beispielen:


a) Spieler X läuft durch Delos und killt dabei 5 Staubgeister, von denen der fünfte einen Staub fallen lässt. Beim 6ten Kill fällt X ein, dass man ja das Ergebnis in der Strichliste eintragen könnte. X killt erfolglos weitere 4 Geister und trägt als Ergebnis 1 von 10 ein. Das ist falsch!! Nur die letzten 4 Kills dürfen eingetragen werden, d.h. 0 von 4. Begründet ist das dadurch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man an die Strichliste denkt, durch das Eintreten eines Ereignisses beeinflusst wird. Angenommen X läuft 20x durch Delos und killt jeweils 10 Staubgeister. Einmal findet er gleich 2x Düsterstaub und 5x einen (Quote: 3,5%). Bei dem Glücks-Run denkt er sofort an die Strichliste, in 4 von den 5 anderen glücklichen Fällen auch und bei den 14 erfolglosen Fällen kommt ihm nur 10x hinterher das Eintragen in den Sinn => 6 von 150 besagt sein Eintrag, das sind 4%, also mehr als die tatsächliche Fundrate von 3,5%.

b) Spieler X zählt mit, wie häufig Seelenkapseln gedroppt werden. Er beginnt den Test korrekt und fängt an zu zählen. Nach 100 NPCs hat er 21 Seelenkapseln vorzuweisen und beendet gedanklich seine Testreihe. während er sich die Zahlen notiert macht er einen kurzen Lauf von der Bank aller Wesen zur Markthalle bevor er sich ausloggt und killt im Vorbeigehen eine Riesenlibelle, welche eine Kapsel droppt. X beschließt, sein Ergebnis auf 22 von 101 auszuweiten. Das ist falsch! Der Fund könnte diese Entscheidung beeinträchtigt haben. Ohne den Kapselfund wäre es vielleicht bei der Entscheidung, 21 von 100 einzutragen, geblieben - obwohl er in dem Fall eigentlich 21 von 101 hätte eintragen müssen. X hätte vor dem Kill der Libelle gedanklich beschließen müssen, den Test wiederaufzunehmen.

c) Spieler X ist wie bereits in a) aufgelistet 20x durch Delos gelaufen und hat jeweils vor seinem Run beschlossen, mitzuzählen. In 3 der 20 Fälle hat er aber keine Lust, das Ergebnis einzutragen. In den 3 Fällen hat er keinen Fund vorzuweisen, ein langweiliges und unmotivierendes Resultat. Letztendlich steht 7 von 170 drin, was in etwa 4,2% entspricht und damit wieder deutlich vom echten Ergebnis (3,5%) abweicht.

stochastischer Hintergrund[Bearbeiten]

Das Gesetz der großen Zahlen begründet und untermauert Strichlisten-Projekte. Es besagt im Großen und Ganzen, dass wenn man einen simplen Wahrscheinlichkeitstest häufig durchführt, so nähert sich die statistisch ermittelte Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen an. Desto größer ein solcher Test ist, desto geringer ist der Fehler (wahrscheinlich!).


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